Ein kleiner Film, an einem kleinen Fluss zu einem großen Thema:
WAS IST HEIMAT?
Denn alles was heimisch ist, war anfangs fremd. „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ bringt der Würmanwohner Karl Valentin all die seltsamen Begegnungen zwischen Würmeiszeit, buddhistischen Ritualen und „Dahoam is Dahoam“ auf den Punkt. „Denn fremd ist der Fremde nur so lange, bis er sich nicht mehr fremd fühlt.“
Friedrich Klütsch hat sich über 15 Jahre hinweg mit der Kamera auf die Spuren des Fremden im Heimischen gemacht.
zeigt, wie eng Welt und Würm miteinander verwoben sind. Immerhin gab die Würm der letzten Eiszeit ihren Namen.
Immerhin fand das Corona-Virus über die an der Würm liegende Firma WEBASTO seinen Weg von China nach Deutschland. Aber auch die Wildgänse und das Nymphenburger Porzellan kamen von dort. Die Mühlräder an der Würm allerdings sind römischen Ursprungs.
Obwohl sich der Kamerablick nicht weiter als ein Biber von der Würm entfernt, kommt es zu befremdlichen, erheiternden und erhellenden Begegnungen.
Der Evolutionsbiologe Prof. Reicholf bestätigt Valentins Kalauer: „Alles was heimisch ist, war einmal fremd. Es ist nur eine Frage der Zeit. Und die rechtlichen Umstände einer legalen Einbürgerung sind bei Pflanzen und bei Tieren ebenso unverständlich wie in anderen Bereichen“
Montage und Poesie: Wie naheliegend es doch wäre den Film entlang der Flusskilometer vom Ursprung bis zur Mündung zu erzählen. Und: wie langweilig - ja falsch: um die Metaebene (was ist fremd, wann wird es heimisch) ohne Hilfe durch Kommentar herauszuschälen, sind alle Register der Montage gefragt. So ist die filmische Erzählung verschränkt wie ein Sonett, um durch Trennungen neue Verbindungen herzustellen. Jedes Aneinanderstoßen unterschiedlicher Motive und Menschen, lässt die Zuschauer-Synapsen jubeln: Rätsel, Fragen, Hypothesen, überraschende Antworten, und schließlich: Das Thema entfaltet sich in voller Tiefe und Breite. Eine dokumentarische Erzählung im Erzählfluss eines Spielfilms.
Idee, Kamera:
Friedrich Klütsch
Montage:
Claus Strigel
Musik:
Wolfgang Neumann
Originalton:
Tomas Frank
2. Kamera:
Erik Schimschar, Waldemar Hauschild, Alexander Helff, Sebastian Flensch
HS- Kamera:
Franz Koch
LiDAR-Scan:
Prof. Werner Stempfhuber
2. Originalton:
Michael Vetter
Assistenz:
Mutasem Al Hetari, Joachim Puls
Grafik:
Claus Strigel, Barbara Wolff
VFX:
Holger Neuhäuser
Postproduktion:
DENKmal-Film
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"Wir sind nach der Filmvorführung beschwingt und begeistert nach Hause gefahren. Unser großes Kompliment: ein dokumentarischer Film voller Poesie. Eine Meisterleistung. Wir werden es weitersagen. (obwohl weit von der Würm entfernt leben)"